✿ Arbeit am Kinderbuch geht weiter ✿

 

Nachdem ich nun genug Abstand zum vorherigen Projekt habe, stürze ich mich wieder auf das Kinderbuch "Und dann war da Steffen" :-). Allerdings wird es so nicht mehr heißen. Ich meine, sollte es mal bei einem Verlag unter Vertrag kommen, werden die den Titel wahrscheinlich sowieso ändern, aber fürs Erste soll es halt nicht namenlos bleiben ;-). Womit wir dann auch direkt beim Thema wären, mit dem Namen Steffen hab ich in letzter Zeit mehr und mehr gerungen. An sich ist es ein wunderschöner Name, allerdings ist er zu gewöhnlich.

"Steffen" ist eine Figur aus einem Schul-Musical, bei dem Pauline gerne mitmachen möchte. Und da die anderen Rollen alle ziemlich außergewöhnliche Namen haben, passt Steffen einfach nicht so ganz. Das wäre, als würde man eine Tüte voller Süßigkeiten haben mit Gummibärchen, Cola-Schnüren, Drops und Marshmallows und fände dazwischen ein Stück Wurst. Es ist essbar, aber passt einfach nicht dazu.

Ich musste gar nicht lange überlegen, mir lag sofort der Name Casper auf der Zunge. Der Name ist außergewöhnlich, aber nicht so außergewöhnlich, dass man sein Kind nicht wirklich so nennen könnte. Außerdem steht der Name für mich für eine Zeit in meiner Kindheit, wo ich auf alles abgefahren bin, das mit Geistern zu tun hatte.

 

Gut, jetzt heißt es also "Und dann war da Casper" (klingt noch total ungewohnt ^^). Das ist aber nicht das Einzige, worüber ich mir den Kopf zerbreche. Was mich stört, ist, dass das Thema Identitätsfindung (besonders Transsexualität) in Büchern und Filmen immer so schwerfällig behandelt wird. Natürlich leben wir in einer Zeit, wo dieses Thema halt einfach immer noch ungewöhnlich ist und von vielen, vielen Menschen abgelehnt wird und sich daraus eben einige Probleme ergeben, aber es fehlt mir einfach die Lockerheit.

Daher habe ich es mir zum Ziel gesetzt Caspers Geschichte ganz unbeschwert und locker zu erzählen. Kein Fachgebrabbel, kein Gefasel über Therapie. Casper (also Pauline) findet ihr wahres Ich auf ganz kindgerechte und luftig-lockere Weise. Natürlich gibt es auch doofe Kinder, die Pauline das Leben unnötig schwer machen, aber die Grundstimmung ist nicht so bedrückend und traurig.

 

Dieses Projekt werde ich übrigens nicht als Selfpublisher rausbringen. Mein Ziel ist es, einen der großen, bekannten Kinderbuchverlage für Pauline zu gewinnen, damit die Geschichte Einzug in nahezu jeden Haushalt erhält, dem das Thema nicht so geläufig ist. Denn es ist mir wichtig, dass die Geschichte nicht in der "Community" bleibt, in der man sich sowieso schon damit auseinander gesetzt hat. Ich möchte erreichen, dass jeder auf der Welt (oder zumindest erstmal in Deutschland) von Kindesbeinen an damit aufwächst, dass sowas eben passieren kann. Und dass das überhaupt nicht schlimm ist.

 

(Bild designed by brgfx / freepik.com)


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